Die 3 gefährlichsten Umsatzbremsen für Onlineshops

Was stellt für den Umsatz in ihrem Shop eine Gefahr da? Sind es die Zahlungsarten? Zu teure Versandkosten? Das fehlende Siegel von Trusted Shops? Nein.

All diese Punkte haben Einfluss auf den Umsatz. Es sind Faktoren. Stellschrauben die Sie später justieren. Aber sie sind keine Gefahr.

Sie müssen ihren Shop ohnehin (mit der Hilfe der Zahlen aus Analytics-Tools) optimieren. Die echten Gefahren lauern woanders. Die lassen sich zusammenfassen.

Insgesamt gibt es ...

Drei Umsatzbremsen für Onlineshops

Der Shop ist viel zu langsam

Eine Google Messung zeigt: Ist ihr Shop zu langsam, verlieren Sie Umsatz.

Google sieht auf mobilen Geräten eine 90% höhere Absprungrate bei Ladezeiten von 5 Sekunden!

Und diese Werte sind noch aus 2017. Tendenz? Steigend!

In einer Umfrage bei Statista gaben im Jahr 2015 bereits 65% der weltweit Befragten an, bereits nach drei Sekunden Ladezeit den Kauf abzubrechen. Das sagten auch 33% der Befragten aus Deutschland.

Falls Sie es überlesen haben… hier noch einmal: 65% (!) gaben an bei Ladezeit von 3 Sekunden oder mehr einen Onlineshop wieder zu verlassen!

Man muss sich nicht weit aus dem Fenster lehnen um festzuhalten: lange Ladezeiten vernichten Umsatz. Und das gleich dreifach:

  • Sie verlieren Bestellungen an Mitbewerber.
  • Sie verlieren Kunden, die vielleicht erneut bestellen (Customer Lifetime Value)
  • Bei Kunden die über Werbung kommen, verbrennen Sie ihr Geld zusätzlich.  

Es ist also in ihrem Interesse ständig ein Auge auf die Performance ihres Shops zu haben. 

Schlechte Performance ist kein Kavaliersdelikt. Es kann zwischen Erfolg und Zahlungsschwierigkeiten bedeuten.

Geschwindigkeit ist auch nichts, was kurz vor dem Launch in einem Shop noch kurz gemacht wird. 

Verlieren Sie sich nicht in Details rund um das Design. Verlieben Sie sich darein Millisekunde um Millisekunde einzusparen. Wenn Sie nur an ein paar Stellen 100ms einsparen, ist das schnell eine halbe Sekunde. 

Ein guter Einstieg ist unsere Shopware Performance Anleitung:

Machen Sie bei der Beauftragung ihrer Agentur konkrete Ladezeiten zur Voraussetzung. Behalten Sie die Performance im Blick. 

Ebenso wie eine weitere Gefahr, die auch ein Probleme für die Performance werden kann: 

Seiteneffekte (versteckte Probleme), die bei Änderungen an komplett unerwarteter Stelle auftreten. 

Seiteneffekte: Änderungen an einer Stelle erzeugen woanders Probleme

Wundern Sie sich manchmal über Fehler in ihrem Shop? 

  • Vielleicht haben Sie etwas verändert.
  • Ihr Freelancer hat ein Plugin entwickelt und einen Fehler gemacht.
  • Oder ihre Agentur hat einen Problem übersehen? 

In 99% der Fälle ist die Veränderung selbst optimal getestet. Immerhin wurde daran ja gearbeitet. Die Produktpräsentation im Anschluss läuft gut. Die Abnahme erfolgt. Das Feature wurde online gestellt. Nur leider wurde ein Zusammenhang übersehen. 

Und schon funktioniert irgendwo anders im Shop etwas nicht mehr:

  • Die Anbindung an die Warenwirtschaft wirft Fehler.
  • Der Produktimport kann manche Produkte nicht importieren
  • Die Produktfeeds für Idealo & Co. werden nicht mehr erstellt 

So etwas geht unheimlich schnell. Denn das Kernproblem: Ein Shop ist wie eine komplexe Maschine:

Fertig eingerichtet, herrscht Gleichgewicht. Es gerät leicht aus dem Takt, wenn Sie es ändern.

Was hier hilft? Ein Prüfprotokoll zu erarbeiten und nach (größeren) Änderungen gewissenhaft abzuarbeiten.

Das kann einfach eine Tabelle oder Liste sein, die alle Tests enthält. Am besten von groben ersten Schritten zu Shop-spezifischen Details:

  • Startseite wird aufgebaut?
  • Wird das Menü angezeigt und kann angeklickt werden (Stichproben)
  • Verschiedene Kategorien aufrufbar?
  • Produktseiten werden vollständig aufgebaut?
  • In den Warenkorb legen funktioniert
  • und so weiter

Eine vollständige Vorlage für einen Shopware Shop können Sie hier herunterladen:

Bleibt nur noch eine große Gefahr auszuschließen: Ausfälle des Shops.

Der Shop ist nicht mehr erreichbar

Der Super-GAU ist ein Serverausfall. Der Shop ist gar nicht mehr erreichbar.

Keine Besucher, keine Bestellungen, kein Umsatz...

Ich kenne es aus allen Blickwinkeln:

  • als Webseitenbetreiber (dessen Webseite gerade nicht mehr erreichbar ist)
  • aus Freelancer-, Entwickler- und Agentursicht (dessen Kunden offline sind)
  • als Serveradmin an der Notfallhotline (der auch Nachts ausrückt um das Problem zu lösen)

Und daher kann ich sagen: ist ein totaler Ausfall über viele Stunden ist selten. Die Ausnahme.

Doch...

Immer mal auftretende kurze “Aussetzer” definieren ein gutes Hosting (wenn sie eben nicht auftreten). 

Hier ein echter Auszug aus der Überwachung von einem Kunden:

Nahezu unfassbar.

Vermutlich hat der Kunde die Probleme oft gar nicht bemerkt. 

Und es hat auch niemand die Analyse übernommen und Statistiken angesehen. Weder bei Google Ads, Analytics oder die Serverüberwachung...

Die Ausfälle dauerten jeweils nicht lang. In 2019 zusammen war der Shop dann aber 1 Tag, 16 Stunden und 34 Minuten nicht erreichbar.

Eine erste Optimierung im Rahmen eines Wartungsvertrages war ein Serverwechsel.

Verlassen Sie sich nicht auf die Serverüberwachung ihres Hostinganbieters.

Das gilt nur in höheren Preisklassen. Und selbst bei Premiumhosting gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. 

Fazit

Schützen Sie sich und ihren Shop gegen:

  • schlechte Performance
  • Probleme mit dem Hosting
  • Fehler die übersehen werden. 

Sie verlieren sonst Umsatz an die Konkurrenz.

Wie das geht... ohne Stunden ihrer wertvollen Zeit zu investieren oder Geld auszugeben? Zeige ich in einer kurzen Anleitung: